Grindelwaldlied

Das literarische Juwel wurde vom «Gletscherpfarrer» Gottfried Strasser wahrscheinlich in den Jahren 1897/98 verfasst. Johann Rudolf Krenger komponierte die zeitlose melancholische Melodie. Vermutlich wurde das Lied am 29. Januar 1899 im Hotel Eiger in Grindelwald erstmals öffentlich aufgeführt. 
Quelle: Rudolf Rubi, Im Tal von Grindelwald, Band V, 1993 

Das Lied steht Ihnen mit freundlicher Bewilligung des Grindelwalder-Jodlerclubs «Edelwysstärnen» zur Verfügung.

Die CD mit dem Grindelwald-Lied "Erinnerungen an schöne Zeiten" von der Jodlergruppe Edelwyss-Stärnen und dem Schwyzerürgeliquartett Gletscherbuebe Grindelwald ist auf der Gemeindeverwaltung für Fr. 25.- erhältlich.

Alle Strophen des Grindelwaldliedes

verfasst 1897/98 in Grindelwalderdialekt
vom «Gletscherpfarrer» Gottfried Strasser

In Grindelwald den Gletschren by,
da cha mu gäbig läben!
Mier hei so lang mer hie scho syn
nie lengi Zyt no ghäben.
Da gangid wa n ach d'Aerde treid,
zum Mond, uf d'Sunna, wen er weid,
iehr findid nid vo Form und Gstalt
es schenders Tal wan Grindelwald!

In Grindelwald den Gletschren by,
da chas schon eppa guxen,
u z'zytewys tued o echlyn
der Fehnd is chon ga fuxen.
Das macht is nyd, mier sinne: Chuut!
Si hei mer numen ehnder Chruud.
In Hibsch u Leid, i Warm u Chald
keis schenders Tal wan Grindelwald!

In Grindelwald den Gletschren by,
da wei m'r d'Fryheit bhalten,
wei genge tapfer Schwyzer syn
u d's Härz nid lan erchalten.
Fir d's Guete wei mer firhistahn
u d'Schlächtigkeit nid inhalan.
U singe wei mer jung und alt:
Keis schenders Tal wan Grindelwald!

In Grindelwald den Gletschren by,
chund eis der Tod - Gottwilchen!
Hie wei mer o vergraben syn
im Frythof bin d'r Chilchen.
O chlagid nid bin yser Lych!
Der einzig Ort isch d's Himelrych,
wa's ysereim no besser g'gfalld
wan hie im schenen Grindelwald!

Quelle: Rudolf Rubi, Im Tal von Grindelwald, Band V, 1993

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