Kundeninformation Trinkwasserqualität 2018

Gemäss Art. 5 der Verordnung des EDI über Trink-, Quell- und Mineralwasser muss die Wasserversorgung jährlich mindestens einmal umfassend über die Qualität des Trinkwassers im Verteilnetz informieren. Angaben finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.gemeinde-grindelwald.ch und www.wasserqualität.ch des SVGW.

Herkunft und Aufbereitung des Trinkwassers

Das ganze Versorgungsgebiet der Wasserversorgung Grindelwald wird mit Quellwasser versorgt. Das Trinkwasser von den Quellen Bachhalten, Tuft, Brunnenstutz, Klecki und Anggistalden wird mittels Ultraviolettanlagen (UV) desinfiziert.

Wasserqualität

In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Trinkwasser-Sicherheit Hugi, Oberdiessbach wird durch die Wasserversorgung jährlich ein risikobasierter Wasserprobenahmeplan gemäß Qualitätssicherungssystem erstellt. Monatlich werden nach diesem durch die Mitarbeitenden der Wasserversorgung an den Quellfassungen und im Leitungsnetz Wasserproben erhoben und in mikrobiologischer Hinsicht untersucht. Zusätzlich wurden 4 mikrobiologische Referenzproben erhoben und im Laboratorium Dr. G. Bichsel AG, Interlaken untersucht. Im Mai, Juli und Oktober wurden zudem 14 weitere Wasserproben erhoben und im Laboratorium Dr. G. Bichsel AG, Interlaken in chemischer und physikalischer Hinsicht untersucht. Zusätzlich wurden das ganze Jahr durch 13 Stichkontrollen betreffs der mikrobiologischen Trinkwasserqualität durch das kantonale Laboratorium Bern erhoben. Somit wurden im Jahr 2018 insgesamt 120 mikrobiologische und 14 chemisch/physikalische Wasserproben durchgeführt.

Sämtliche Ergebnisse entsprachen sowohl in mikrobiologischer als auch in chemischer und physikalischer Hinsicht den Qualitätsanforderungen gemäss der Lebensmittelgesetzgebung.

 

Nitratgehalt und Gesamthärte

Der Nitratgehalt im Quellwasser beträgt in der Regel < 2 mg/l. Der Toleranzwert gemäss der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung beträgt 40 mg/l. Die Gesamthärte ist ein Mass für den Gehalt an Calcium und Magnesium im Wasser. Sie variiert aufgrund der unterschiedlichen Herkunft (Quellen) gemäss nachfolgender Tabelle.

Gesamthärte des Trinkwassers

Quelle: Klecki

Versorgungsgebiet: Mühlebach, Ischzaun, Kirchbühl bis Reservoir Bodmi

franz. Härtegrad: 10

Beurteilung: weich

 

Quelle: Bachhalten

Versorgungsgebiet: Oberäll-Terrassenweg bis Reservoir Bodmi und Stein, Stutz, Herrschaft und Bachsbort, Vogelstein, Schwendi

franz. Härtegrad: 19

Beurteilung: mittelhart

 

Quelle: Tuft

Versorgungsgebiet: Wychel, Tuffbach, Weid, Spillstatt, Bahnhof, Endweg, Nirggen, Rothenegg und Schluecht

franz. Härtegrad: 27

Beurteilung: ziemlich hart

 

Quelle: Tuft, Bachhalten, Klecki (Mischwasser aus Reservoir Bodmi)

Versorgungsgebiet: Sportzentrum, Dorfzentrum, Graben und Mettenberg

franz. Härtegrad: 24

Beurteilung: mittelhart

 

Quelle: Gmeinmaad Gemeindequelle und Quelle WVGI

Versorgungsgebiet: Wärgistal, Stutz, Trogen, Hagibogmen und Rohr

franz. Härtegrad: 22

Beurteilung: mittelhart

 

Quelle: Gmeinmaad/Tuft (Mischwasser)

Versorgungsgebiet: Gebiet Grund

franz. Härtegrad: 24

Beurteilung: mittelhart

 

Quelle: Stadelweidli

Versorgungsgebiet: Burglauenen

franz. Härtegrad: 18

Beurteilung: mittelhart

 

Quelle: Anggistalden

Versorgungsgebiet: Anggistalden

franz. Härtegrad: 12

Beurteilung: weich

 

Quelle: Brunnenstutz

Versorgungsgebiet: Itramen, Reservoir Bort bis unter Eiger

franz. Härtegrad: 13

Beurteilung: weich

 

Quelle: Gmeinmaad (Quelle WVGI)

Versorgungsgebiet: Versorgungsgebiet der Wasserversorgungsgenossenschaft Itramen (WVGI)

franz. Härtegrad: 22

Beurteilung: mittelhart

 

Zudem kann sie zusätzlich noch je nach Jahreszeit +/- 2-3 franz. Härtegrade variieren. Beurteilung der Wasserhärte in der Schweiz gemäss SLMB, Schweizerisches Lebensmittelbuch:

Gesamthärte in °fH

0 - 7°fH          sehr weich

> 7 - 15°fH     weich

> 15 - 25°fH   mittelhart

> 25 - 32°fH   ziemlich hart

> 32 - 42°fH   hart

> 42°fH sehr   hart

Umrechnung deutsche Härtegrade können durch Multiplikation mit dem Faktor 1.8 in französische Härtegrade umgerechnet werden > °dH x 1.8 = °fH bzw. °fH x 0.56 = °dH. Weiches Wasser braucht weniger seifenhaltiges Waschmittel. Bitte beachten Sie die entsprechende Waschmitteldosierung auf den Verpackungen. Sie helfen dabei die Abwasserreinigung zu erleichtern und gleichzeitig unsere Gewässer und Seen vor Überdüngung zu bewahren.

Weitere Angaben zu den Untersuchungsberichten erhalten Sie gerne beim Brunnenmeister Fritz Suter oder auf der Bauverwaltung der Gemeinde während den Arbeitszeiten.

Grindelwald, im Dezember 2018

Wasserversorgung Grindelwald

Wasserversorgung Tel. 033 853 32 68, Bauverwaltung Tel. 033 854 14 44

 

 

 

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